Portugal beantragt europäische Finanzhilfen

Portugal hat bei der Europäischen Union Finanzhilfe beantragt. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso teilte mit, eine entsprechende Mitteilung des portugiesischen Regierungschefs Jose Socrates sei eingegangen. Nach Griechenland und Irland ist Portugal damit das dritte Land, das am EU-Finanztropf hängt.

Angaben über das mögliche Volumen der Hilfen liegen noch nicht vor. Vor knapp zwei Wochen hatte Eurogruppen-Chef Jean- Claude Juncker in einem Interview gesagt, er halte für Portugal eine Summe von 75 Milliarden Euro für angemessen, falls Lissabon Unterstützung beantragen sollte. Offiziell lag in Brüssel heut noch kein Hilfsersuchen vor.

Die Regierung von Ministerpräsident Jose Socrates ist seit rund zwei Wochen nur noch geschäftsführend im Amt. Socrates war am 23. März zurückgetreten, nachdem seine Minderheitsregierung im Parlament keine Mehrheit für ein Sparpaket gefunden hatte. Das galt aber als Voraussetzung dafür, dass Portugal sein Staatsdefizit wie versprochen in den kommenden Jahren wieder unter die erlaubte Marke von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken kann. Ratingagenturen haben deshalb mehrfach die Kreditwürdigkeit des Landes gesenkt. Dementsprechend steigen die Zinsen, die Lissabon am Kapitalmarkt für neue Schulden zahlen muss, rapide.

In der EU herrscht die Sorge, dass auch Portugals großer Nachbar Spanien in den Strudel der EU-Schuldenkrise geraten könnte. Weitere Wackelkandidaten ist Italien, Großbritannien und das erwürdige Frankreich, welche ihre Kriegs- Lüsternheit vollmundig ausleben um von der politisch- wie wirtschaftlicher Unfähigkeit abzulenken. Und Deutschland, nah das hat die FDP.

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