Was für ein Eigentor!

mer vw2So überraschend war die Nachricht auch wieder nicht. Eine die man gewöhnlich unter den Tisch kehrt, zum schnellen vergessen, wegen. Schlechte Meldungen schmälern den Gewinn und das kann sich Deutschland auf gar keinen Fall mehr leisten. Jeder Euro wird gebraucht: Flüchtlinge und die schwarze Schäuble Null.

Deutschland schrammte unlängst an der Deflation geradewegs noch vorbei, dank der Defizitländer in der Europäischen Union (Griechenland, Spanien, Portugal), was das Schuldenmachen zu niedrig Zinsen, Schäuble erst ermöglicht hatte. Nun aber braucht Deutschland Wachstum, Wachstum und noch mal Wachstum, koste es was es wolle. Da wirft man schon so manche Richtlinien über Bord oder schaut einfach hinweg und hofft das alles dabei gut geht.

Doch nun hat die Merkel Republik kräftige Schlagseite bekommen, sollte VW nun zur Schadensersatz Zahlungen und wegen vorsätzlichen Betrugs in Haftung genommen werden. Summen von bis zu 18 Milliarden Dollar und weiteren 10 bis 20 Milliarden stehen im Raum, was selbst für VW kein Pappenstiel ist. Letztlich muss der Steuerzahler einspringen, wie einst bei der Bankenrettung, um Volkswagen ebenfalls zu retten. Systemrelevant heißt das dann und Frau Merkel wird uns das dann noch ausführlich erklären, warum das jetzt so sein muss: Alternativlos natürlich, was sonst!

Somit wird VW zum Systemrelevant Unternehmen, ganz im Sinne der deutschen Großindustrie. Die somit einen Freibrief besitzt, doch was zum vollkommenen Glückt noch fehlt, ist TTIP, das Freihandelsabkommen mit den USA!

Jetzt sollte jeden klar sein, warum dieses Freihandelsabkommen, so delikat, im verborgenen, ganz geheim und so vordergründig aus Berlin angeschoben worden ist. Denn wenn TTIP bereits Fakt wäre, also Bestand hätte, wäre es nie zu diesen Skandal gekommen! Denn das Schiedsgericht hätte diesen vorsätzlich Betrug an Mensch und Natur weiterhin ermöglicht, so wie es schon seit mehreren Jahren in Europa und im Rest der Welt üblich ist.

VW hätte vorweg die USA vor einem Schiedsgericht verklagt, weil die strengen Umweltschutzauflagen für Dieselfahrzeuge den Umsatz (Gewinne) von Volkswagen erheblich geschmälert hätten! Die US- Umweltbehörde hätte die Grenzwerte gesenkt um einer Schadenersatz- Zahlung in Milliarden Höhe zu verhindern. So wie es bereits in Hamburg anschaulich Fakt ist. Die Stadtregierung hat die Umwelt-Grenzwert zugunsten von Vattenfall gesenkt und konnte dadurch einer Schadenersatz- Zahlung in Milliarden Höhe entfliehen, auf kosten der Natur. Gewinn geht vor Umweltschutz! So die Doktrin von Frau Merkel!

Dieser VW Skandal zeigt vorbildlich auf, wie wichtig es ist, TTIP zu verhindern. Alle Freihandelsabkommen müssen weltweit ausgesetzt und gehören auf dem Prüfstand! Und noch dringlicher ist es, dass alle Schiedsgerichte weltweit verboten werden müssen. Diese Verbot muss in der UN- Präambel verankert werden.

Seit Jahren wusste die Politik beschied. Wusste, wie viel Dreck deutsche Dieselfahrzeuge in die Natur blasen. Wussten wie gesundheitsgefährdend Dieselmotor sind. Doch die Politik hat das vollkommen ignoriert, ganz nach dem Motto: Gewinn geht vor Umweltschutz! Gesetze werden schon seit Jahren an den Bedürfnissen der Unternehmen angepasst.

Merklich ist auch, dass wir Konsumenten, so scheint es jedenfalls, den Bezug zur Realität vollkommen verloren haben! Unseren eigenen Sinnen nicht mehr vertrauen, und blindlings alles glauben was Politiker oder Werbebotschaften uns suggerieren. Freiheit ist ein hohes Gut, wer sie nur zum Autofahren gebracht, hat den Sinn von Freiheit nicht verstanden! Er sollte einfach mal darüber Nachdenken.

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