Wie Wähler zu Helden wurden können

platoAm kommenden Sonntag, den 25.Januar.2015 fällt die Entscheidung. Die Griechen sind aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Und diesmal geht es um sehr viel mehr, als bei allen vorangegangenen Wahlen. Dies hatte unlängst Deutschlands Kanzlerin Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble klar dargestellt!

Nun kann doch sein, was während der Staats- und Finanzkrise noch als völlig unmöglich, ja aussichtslos galt. Griechenland kann aus dem Euro und aus der Eurozone austreten! Das wäre kein Problem mehr. Die Europäischen Union ist gut aufgestellt. Der austritt Griechenlands ist ohne großen Verlust- und Schaden an den Kapitalmärkten hinnehmbar! So die deutsche Kanzlerin! Wusste Merkel als auch Schäuble bereits Anfang Januar 2015, was die EZB unter ihren Chef Mario Draghi am 22.01.2015 Beschließt? Jenes gigantische Staatsanleihen und Unternehmensanleihen Rückkauf Programm im gesamt wert von 1,14 Billionen Euro? Wenn ja, dann steht die Unabhängigkeit der EZB nur auf einem Stück Papier!

Fakt ist: Die EZB kauft pro Monat 60 Milliarden Euro Staatsanleihen auf. Also auch jene griechische, auf denen Banken, Versicherungen und Spekulanten derzeit noch sitzen. Wodurch dann, sollte Griechenland die Eurozone verlassen und Insolvenz anmelden, jene Schrottpapiere Eigentum der europäischen Steuerzahler werden.

Trotz aller Androhungen, mit welchen die griechische Bevölkerung derzeit massiv genötigt wird, um den gewünschten Wahlausgang zu erzwingen, kann die griechische Bevölkerung nur zwischen Freiheit oder Knechtschaft entscheiden! Samaras steht für jenes Sparprogramm, welches bereits 60 Prozent der griechischen Bevölkerung in sozialer Not drängte. Davon unmittelbar betroffen 3 Millionen wenngleich 25 Prozent aller Griechen ohne Krankenversicherung und jeder zweit ohne Job ist. Samaras steht auch für Staatsbesitz an Spekulanten verramschen.

Alexis Tsipras steht für einen Neuanfang sowie einem massiven Schuldenschnitt. Für soziale Gerechtigkeit und raus aus der Knechtschaft von EZB, IWF und Europäischer Union.

Anzumerken ist noch, das bei den letzten Parlamentswahlen Rechtsradikalen in Griechenland, dank der harten Sparpolitik von EZB, IWF und Frau Merkel 6 Prozent holten. Mal sehen welchen Stimmenzuwachs sie morgen erreichen.

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