Politik mit Realitätsverlust

op10Unlängst hat sich nun herumgesprochen, das die Wirtschaft doch nicht so rund läuft wie erwartet. Jene die sich von Versprechungen beirren ließen, dämmert nun, auf welcher Talfahrt sie sich befinden. Teils hastig, teils überhitzt reagiert fortan der konservative Anleger um seine heiligstes zu retten. Was durchaus im sinne des Erfinders ist, entpuppt sich nun als Berg und Talfahrt an den Börsen.

Die Losung des billigen Geldes, verzerrte die objektive Wahrnehmung, der tatsächlichen Wirtschaftsleitung einzelner Länder. Politisch linear, frisierte man Statistiken. Wobei Effekte dargestellt waren, welche rein Spekulativ sind.Wie sich nun herausgestellte, glitten Wirtschaftsleistung diversen Länder in die Deflation ab, wobei das Tempo derer atemberaubend ist. Gleichzeitig nutzte das Kapital, den Börsenspielplatz, weil dort höhere Renditen erzielt werden konnten als in der Produktions- oder Dienstleistung Wirtschaft, weshalb die Löhne stagnierten. Mit verheerenden Folgen! Schuldverschreibungen können nicht mehr bedient werden, wodurch sich Finanzlücken aufbauen, welche dann Unternehmen und Privatpersonen in die Insolvenz treiben.

Einher geht eine verfehlte Sanktionspolitik, welche den Niedriglohn fördert, Renten stetig kürzt und Arbeitslosigkeit nur noch verwaltet. Steuern werden erhöht und Sozialleistung reduziert. In Summe wird somit die Deflation begünstigt. Bezieht man die destruktive hohe Jugendarbeitslosigkeit in jenen Prognosen mit ein, ergibt dies eine Bits Lücke von sage und schreibe von 25 Prozent. Was heute als wirtschaftliche Krise bezeichnet wird, wird in naher Zukunft zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen.

Wenn das Rentenniveau bei 43 Prozent des letzten Nettogehaltes angelangt ist, und die Lohnentwicklung der vergangenen Jahrzehnte folgt, vermindert sich der Konsum in der Eurozone um 35 bis 40 Prozent, wodurch das Staatsdefizit weiter kräftig ansteigt und die Altschulden nicht mehr bedient werden können. Fakten die die Politik schön redet. Hierzulande sind die Strompreise für den Privathaushalt, in den vergangenen zehn Jahren um über 100 Prozent gestiegen, wenngleich die Unternehmen im selben Zeitraum mit 5 Prozent belastet wurden.

Das Steueraufkommen durch Lohn und Mehrwertsteuer, bescherte dem Staat eine jährliche Rendite von bis zu 8 Prozent. Konzerne entrichten bisweilen nur noch 4 Prozent Steuern. Die Liste der verfehlten Politik ist unendlich fortzusetzen, wobei erkennbar wird, das nicht nur eine Umverteilung noch Oben, Reiche werden immer reicher, sonder auch das Unternehmen auf Kosten der Allgemeinheit entlastet werden. Binnen einer Woche zählt der Eurozone 245.000 Arbeitslose mehr.

Und genau jene Verunsicherungen spiegelt die Börsen, wenn der Leitindex binnen weniger Tage um 600 Prozentpunkte variiert. Hier wird gezockt, ohne Nachhaltigkeit und Vernunft. Was zählt ist der Gewinn! Man kann dieses Verhalten als gierigen Kannibalismus beschreiben.

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