Eins, zwei und drei!

al sisi9Afrika braucht Helden und so einer ist Al- Sisi. Der neue Pharao am Nil. Die Wahlbeteiligung lag landesweit unter fünfzig Prozent, doch das Votum bei  traumhaften 98. Ja, Ägypten hat einen neuen Präsidenten, einen der an alten Relikten und Zeremonien hängt. Desgleichen tut seine Gefolgschaft, welche aus einer anderen Zeit hervorgeht und deswegen treu ergeben ist.

Nun die Präsidentenwahlen waren nötig, da Al- Sisi, seinen Vorgänger kurzerhand entmachtet und alsgleich ins Gefängnis abschob, sowie tausende dessen Gefolgsleute. Was da die ägyptische Justiz darbot, entbehrt jegliche Rechtsstaatlichkeit, wovon wiederum die westliche Staatengemeinschaft keinerlei Notiz nimmt. Man versichert hingehend: Es sei alles in bester Ordnung. Ägypten entwickle sich zu einer Demokratie.

Man will´s  nicht glauben, mit welcher Inbrunst, westliche Medien das neue Ägypten darbieten, von Stabilität und Sicherheit faseln und gute Perspektiven dem Land vorhersagen. Will man so dem ägyptischen Tourismus wieder auf die Beine verhelfen, der da nieder liegt, seit dem Militärputsch vor gut einem Jahr?

Zumale dem Land die Staatspleite droht! Wenngleich die europäische Union Hilfegelder in Aussicht gestellt hat. Voraussetzung ist eine Präsidentschafts- Wahl, nach demokratischen Muster!

Nun aus zwei angesetzten Wahltagen wurden drei, nicht weil die Ägypter massenhaft zu den Wahlurnen schritten, nein weil einfach keiner hingehen wollte. Fern blieben größtenteils die jungen Ägypter, welche einst das Mubarak Regime zu Fall brachten und deren Wiedergeburt durch Al Sisi als einen Schritt hin zur Diktatur sehen. Natürlich haben sich die Muslimbrüder der Wahl ebenso verweigert, da ihrem Präsidenten eine Verurteilung droht, die an sich mehr als fadenscheinig ist, zumal schon tausende Muslimbrüder abgeurteilt worden sind und viele von ihnen zum Tode.

Ägyptens Militärjunta regiert im Eigennutz, wobei es den wünschen der westlichen Welt, allen voran den USA, dient. Mit im Gefolge kann sich die Europäische Union als auch Israel auf sichere Grenzen verlassen, das ist der Preis den Ägyptens Jugend zu zahlen hat.

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