Wenn Wahlen nicht´s entscheiden!

merkel o9Die Wahl zum Europaparlament ist gelaufen. Weniger als die Hälfte der in der EU Wahlberechtigen beteiligte sich daran. Das Wahlergebnis ist nunmehr allen beteiligten bekannt! Jene Parteien (Fraktion) die sich zuvor auf einen Spitzen- Kandidaten einigen konnten, erkennen das Wahlergebnis an. Das vor der EU- Wahl wie folgt lautete: Der Kandidat der die meisten Stimmen erhält, wird neuer Kommissionspräsident! Soweit so gut!

Nun haben sich die 28 Regierungschef der EU- Staaten getroffen und folgern einzeln aus dessen Landeswahlergebnis entsprechende Schlüsse welche sich zuweilen konträr zum Wahlergebnis in der gesamten EU verhält. Was nun zur Folge hat, das jener Kandidat, der die EU- Wahlen gewonnen hat, für sie nicht in Betracht kommen kann. Aus der Sicht des jeweiligen Regierungschef logisch, wenn er wieder gewählt werden will.

Alleine an diesen Beispiel wird mehr als deutlich, welch paradoxe Konstrukt, einst geschaffen worden ist, welches sich als europäische Kommission – Rat und Parlament bezeichnet. Um hier noch den Durchblick zu wahren, wird von jedem Einzelnen viel abverlangt, wenn es darum geht, wer für was zuständig ist, und wer das letzte Wort bei Entscheidungen hat. Ein Moloch also, den jegliche Transparenz abhanden gekommen ist. Und die 28 Staats- und Regierungschef tun ihr übriges dazu.

Juncker (die Konservativen) hat die EU- Wahl Gesamtheitlich gewonnen. Splittert man nun das Ergießens, also nach Landeswahlergebnis auf, wird deutlich, das der Spitzen- Kandidat der EU- Konservativen nicht in allen EU- Länder gesiegt hat. Und jetzt wird gruselig! Bei der Sitzvergabe im EU- Parlament ist die Bevölkerungszahl des jeweiligen Landes tragend. Weshalb Deutschland auch die meisten EU- Abgeordnete in das EU Parlament entsendet. Wodurch Bevölkerungsarme EU- Staaten wie Zypern oder Malta keinerlei Gewichtung beikommt. Man überstimmt sie einfach! Die großen Industrienationen in Europa fällen die Entscheidungen und die kleinen marschieren mit.

Und jetzt wird das Orakel Van Rompuy in Stellung gebracht, der nun vermitteln soll. Merkels Schoßhund obliegt nun die delikate Aufgabe, jene Abweichler, von der Notwenigkeit ihre Politik zu überzeugen. Selbst ein Kompromiss- Kandidat/in ist bereits gefunden. Das befriedigt zwar den Neokapitalismus aber nicht den Wähler, was soll´s, die Wahl ist gelaufen. Man spekuliert auf Zeit und das vergessen, in der Hoffnung der Patient Europa wird irgendwie genesen. Mehr ist und war nie drin, in der Wahlschlacht um Europa. Einzig und allein die Führungselite Europas verkennt, in ihrer dauernd währenden Überheblichkeit und Arroganz, das sie selbst die Lunte gezündet hat, als ihr der Laden um die Ohren fliegt.

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