Tödlicher Jahrestag

JOHN-KERRY-ABDEL-FATTAH-AL-SISI 99Das Regime lässt sich feiern und viele taten das selbe. Auf Kairos Vorzeigeplatz regneten Symbole der Macht vom Himmel nieder, so das die versammelte Masse ihr huldigen konnte. Wenn gleich einige Seitenstrassen weiter, die Staatsmacht den aufgebrachten Mopp niederschlug. Jene also, die vor drei Jahren den Mut aufbrachten um das verhasste korrupte Militärregime Mubarak zu stürzen.

Zuvor explodierten Autobomben, an exponierten Plätzen, was ein Bild von Verwüstung darbot, das nun militanten Terroristen zugeschrieben wurde. Jene Gruppen die auf der Sinaihalbinsel ansässig sind und von dort aus, ihren bewaffneten Kampf gegen die Militärmacht Ägyptens zu führen. Al-sisi, der neue starke Mann Ägyptens, hat die Grenze zum Gazastreifen abgeriegelt, viele Versorgungstunnel sprengen lassen, wodurch nun die Bevölkerung im Gazastreifen erhebliche Not leidet.

Nun hat das Regime freie Hand, erklärt all jene die ein anderes Ägypten wollen zu Terroristen, läst diese verfolgen, verhaften und enteignen. Diese Macht legitimiert die neue Verfassung, die von 98 Prozent der Stimmberechtigten angenommen wurde, wenngleich nur 30 Prozent der Stimmberechtigten Ägypter an die Urne gingen. Wo einst Zuversicht die Menschen beflügelte, herrscht heute tiefes Misstrauen und Angst. Der Aufbruch in ein neues Zeitalter ist gestoppt worden, verkehrt sich und ist dort angelangt, wo alles vor drei Jahren seinen Anfang nahm.

Tief gespalten, zerrissen liegt das Land am Nil heute da, im Niedergang begriffen, wenn da nicht die Geldgeber USA, Saudi- Arabien und Europäische Union wären, die jenes Regime stützt, welches deren Interessen in der Region, politisch und Militärisch stellvertretend umsetzt. Ägypten soll, so die Hoffnung der Triebtäter, jene geostrategische Lücke füllen, welches sich auftut, sollte das Assad- Regime in Syrien stürzen. Al-sisi Macht basiert somit gänzlich auf das Wohl der Geldgeber. Er hat Ägyptens Freiheit geraubt und in einen Satellitenstaat gewandelt, mit ungewisser Zukunft. Ein Möchtegern also, ohne Visionen, auf Abruf. Geduldet von der Macht des Geldes.

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