Fressen und Party

griechenland ba sa 78Europas Politikfürsten waren geladen und die Partygäste eilten nach Athen, wohin sie der griechische Premier geladen hatte. Schließlich hat das Land was zu feiern. Samaras übernimmt nun seit Anfang des Jahres die EU- Präsidentschaft. Ein Landesfürst wird für sechs Monate zum König der Europäischen Union erhoben, dass muss ausgiebig gefeiert werden. Aus Athener Regierungskreisen hört man vollmundig, man will auf so manchen Prunk verzichten und bescheiden die Präsidentschaft ausstatten. Soll heißen: Anstatt die üblichen 100 bis 80 Millionen Euro, will Griechenland nur 50 Millionen Euro in den folgenden sechs Monaten der EU- Präsidentschaft ausgeben.

Ein Hohn, wenn man bedenkt, das der griechische Staat seit 7 Jahren in der Rezession verharrt, 340 Milliarden Euro Schulden hat, 250 Milliarden an Finanzhilfen bisher erhalten hat, 57 Prozent der Jugendlichen keine Arbeit hat, ein viertel der Hellenen über kein Einkommen verfügt, die Renten landesweit um 40 Prozent gekürzt wurde, viele Sozialleistungen vollends gestrichen und kein Geld mehr in Bildung und Gesundheit investiert wird. Ein knallharter Sparkurs gegen den willen der griechischen Bevölkerung.

Die Regierung Samaras verramscht alles, was sich zu Geld machen läst. Die bisweilen soweit geht, das ganze Wälder, selbst in Naturschutzgebieten, abgeholzt werden, um die so gewonnenen Flächen, der Goldförderung zu überlassen, welche dann Chemikalien zur dessen Gewinnung einsetzt, deren Folgen für Mensch und Natur nicht vollständig erforscht ist.

Nun hört man, das Griechenland sich auf dem Weg der Besserung befindet und Samaras träumt von einem Land, wo Milch und Honig fliesen und die Menschen glücklich sind! Ja, es stehen Europa- Wahlen an und Europas Politikfürsten lieben ihre Wähler, tun alles für dessen wohlergehen. O – jetzt hab wohl ich geträumt!

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