Horst Köhler war nicht auf Linie

weshalb er seinen Hut nehmen musste. Mit seinen Besuch im Feldlager der Bundeswehr im afghanischen Massar-i-Scharif wollte Horst Köhler ein Zeichen setzen. Was er auch tatkräftig tat.
 
Der erste Ausrutscher: Der Bundespräsident bezeichnete den Einsatz als Krieg.
 
Der zweite Ausrutscher: Weitaus folgenreicher war das Horst Köhler auf die Frage, ob es eines klaren Bekenntnisse zum Afghanistaneinsatz bedarf, Antwortete: „Meine Einschätzung ist, dass wir auf dem Wege sind zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch dieser Außenhandelsabhängigkeit wissen muss, dass im Zweifel ein militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren“. Im Klartext: Deutschland muss bereit sein zur Durchsetzung nationaler und wirtschaftlicher Interesse Krieg zu führen (Krieg für Profit).
 
Im Kern hat Horst Köhler öffentlich bestätigt, was ein Großteil der deutschen Bevölkerung denkt. In Afghanistan führt die Bundeswehr Krieg und auf See beschützt die Marine die internationalen Handelruten.
 
Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel war dies der Anlass Horst Köhler zum Rücktritt zu zwingen. Er widersprach der offiziellen Darstellung der Bundesregierung. Die da lautet: Aus Humanitären gründen, Herstellung der Sicherheit-, Demokratie-, und Wiederaufbau des Landes und der Solidarität zu den USA, ist die Bundeswehr in Afghanistan vor Ort. 
 
Die Bundeswehr darf nur zur Verteidigung oder unter einem Mandat des Sicherheitsrates der  Vereinten Nationen eingesetzt werden. Köhler Darstellung ein klarer Widerspruch; also gesetzeswidrig. Was die Sache für Merkel erleichtert hat.

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