Schauprozess einer Diktatur

kerry ägypten 77Heute begann der Prozess gegen den zweiten Ex- Präsidenten Ägyptens Mursi. Welcher im Anzug und nicht wie vorgeschrieben in einer Haft-Uniform erschienen ist. Nach lautstarken Tumulten im Gerichtssaal hat der Vorsitzende den Fortgang des Prozesses auf Januar 2014 verschoben.

Zuvor hat US- Außenminister John Kerry Ägypten besucht, um der Militärdiktatur, die US- Solidarität zu versichern. Wodurch die US Militärbeihilfe, von Jährlich 1,3 Milliarden Euro, zur Auszahlung kommen wird, welche seit der Präsidentschaft von Mursi zurückgehalten war. Kerry hat nicht ohne Grund, Ägypten besucht. Die USA wollen sicherstellen, das die Muslim- Brüdern und deren Ex- Präsident Mursi nicht nur vor Gericht gestellt, sondern vielmehr politisch ausgeschaltet werden. Tausend von ihnen sind bisweilen ermordet. Anhänger werden verfolgt, eingesperrt, tauchen deshalb in den Untergrund ab.

Ein rechtstaatlicher Prozess ist in Ägypten unter den jetzigen politischen Umständen nicht gegeben, vielmehr sichert sich somit die jetzige Militärjunta ihre Macht, was von Washington gewollt und dies durch die Auszahlung der Militärbeihilfe bestätigt. Ägypten ist somit eine Scheindemokratie, vom westen gewollt und finanziert.

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