Von Ägypten kann die Occupy- Bewegung lernen

Zuerst wurde das neugewählte Parlament vom höchstem Gericht des Landes aufgelöst und nun dürfen die Ägypter einen neuen Präsidenten wählen. Das alte Regime hat seinen Kandidaten in Stellung gebracht und dafür gesorgt das alles so bleibt wie unter Mubaraks Zeiten.

Dabei spielt das Ergebnis der Wahl keine Rolle. Sollte sich das Volk doch gegen das Militär entscheiden dürfte ein Staatsstreich die alten Machtverhältnisse wieder herstellen.

Seit Jahrzehnten subventioniert die USA das ägyptische Militär. Der größte Arbeitgeber in Ägypten ist das Militär und dessen Ableger. Kaum ein Wirtschaftszweig kann ohne direkter oder indirekter Einflussnahmen des Militär agieren. Selbst die Politik labst sich daran.

Wenn also Hillary Clinton von der Wahrung der Demokratie in Ägypten spricht, meint sie in Wirklichkeit das alles so bleiben soll wie zu Mubarak Zeiten. Ergo: Die uneingeschränkt Macht des Militärs ist unantastbar. Wer Zahlt schafft an! Das ägyptische System darf nicht verändert werden.

Nun denn: wer das System nicht verändert, der verändert nichts. Es bleibt alles beim alten. Selbst eine Revolution verhalt in Rauch, wenn es nicht gelingt das System grundlegend zu verändern.

Ägyptens Freiheit (Demokratie) ist nur dann möglich, wenn es gelingt sich vom Diktat der USA loszureißen. Nur dann kann Ägypten auf eigenen Füssen stehen. Ob dies gelingt ist fraglich. Die USA sowie die EU haben an ein freies Ägypten kein Interesse, sie brauchen Sicherheit und die kann nur das alte System garantieren. Im westen sind Muslime feinde der Demokratie, also eine Bedrohung.

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